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Was eigendlich ist Wellness?
Autor: Norman Dick
Schon
der berühmte Pfarrer Sebastian Kneipp (Deutscher
Pfarrer, lebte in der Zeit von 1821-1897) nach
ihm ist die weltweit bekannte Kneipp-Kur benannt
erfand ein Konzept, basierend auf fünf Säulen,
die zusammen ein ganzheitliches Gesundheitskonzept darstellten.
Er erfand allerdings nicht Wellness, denn erstens gab
es den Begriff erst später und zweitens waren es
nur erste Gedanken, die in diese Richtung gingen. Nach
seiner Vorstellung gab es folgende Säulen des Gesundheitskonzeptes:
Heilkräuterbehandlung (Phytotherapie), Bewegung,
naturbelassene Ernährung, Wasseranwendungen (Hydrotherapie)
und körperliches sowie seelisches Gleichgewicht.
- Erste Kurorte behandelten nach dieser Vorstellung.
So wurden beispielsweise im Jahre 1951 bereits 142 Kurgäste
und insgesamt nahezu 12.000 Anwendungen des Kneipp-Bades
im Heilbad Heiligenstadt (Landkreis Eichsfeld/ Niedersachsen)
registriert.
Auch heute gibt es noch viele Hotels, welche dieses
klassische Kneipp-Konzept anbieten. So bieten beispielsweise
die Robinson Clubs (gehört zur Gruppe der TUI)
in ihren sog. Wellfit-Programmen jenes 5-Säulen-Konzept
an. Allerdings sind Kneipps Gedanken der Ganzheitlichkeit
weiterentwickelt worden. Folgende Grafik zeigt übersichtlich
die gegenwärtigen und ganzheitlichen Elemente von
Wellness auf:

a) körperliche Fitness
Körperliche Fitness im generellen Sinne wird, wie
Wellness auch, oft mit Wohlbefinden übersetzt.
Wie der Gesundheitsbegriff der WHO, kann auch Fitness
in die drei folgenden Bereiche wie körperliche,
seelische und soziale Fitness unterteilt werden. In
der Regel steht aber die körperliche Fitness im
Vordergrund. In Trainingsprozessen werden beispielsweise
Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination
integriert. Dabei hängt die präventive Wirkung
von sinnvoller und richtiger Durchführung sowie
der Motivation des Sporttreibenden ab.
b) gesunde Ernährung
Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Zusammenhänge
zwischen der Sterblichkeit bzw. der Krankheitshäufigkeit
und dem Ernährungsverhalten bestehen. Eine gesunde
Ernährung kann also wie körperliche Fitness
präventiv wirken. Die schweizerische Ernährungskommission
definiert gesunde Ernährung mit den folgenden Empfehlungen:
- Bevorzugung von pflanzlichen Nahrungsmittel
- Einschränkung der Fettaufnahme
- täglicher Konsum von Milch und Milchprodukten
- sparsame Verwendung von Zucker und Salz
- reichhaltiges Trinken
- schonende und hygienische Zubereitung der Speisen
- Essen mit Freude, aber ohne Übersättigung
c) geistige Aktivität
Im Zusammenhang mit Wellness sollen vor allem Gesundheitsbildung
und kulturelle
Angebote die geistige Aktivität fördern. Gesundheitsbildung
will Teilnehmern einen
Zugang zu einem Gesundheitsbewusstsein verschaffen und
sie Handlungsschritte für gesundheitsfördernde
Lebensweisen erproben lassen. Mögliche Gesundheits-bildungsinstrumente
sind beispielsweise interaktive Vorträge, Informations-veranstaltungen
(beispielsweise Seminare über Stressmanagement
oder Ernährung), Ausstellungen und Workshops. Unter
kulturellen Angeboten in diesem Zusammenhang werden
Konzerte oder Lesungen sowie Angebote zur Anregung der
eigenen Phantasie oder Kreativität wie Handwerken
oder Malen
verstanden.
d) Umweltsensibilität
Im Sinne von Wellness bezieht sich Umweltsensibilität
nicht nur auf die natürliche,
sondern auch auf die soziale Umwelt wie Familie, Freunde,
Bekannte etc.. Denn eine intakte Natur und eine vorhandenes
soziales Netz tragen zu einem erheblichen Wohlbefinden
des Menschen bei. In einer Studie der Harvard-Universität
aus dem Jahre 1999 wurden 2700 Menschen befragt. Diejenigen,
welche regelmäßig in der Natur wanderten,
lebten bis zu einem Drittel länger als inaktive
Studienteilnehmer. Den gleichen Stellenwert nahmen in
der Studie Freunde ein. Menschen mit guten Sozialkontakten
wurden ebenso alt wie ihre sportlichen Altersgenossen.
e) Schönheit
Das Streben nach Schönheit und perfektem Körper-Styling
wird in der heutigen Zeit
immer wichtiger. Mehr als jeder zweite in Deutschland
glaubt, dass seine Chancen im Leben vom attraktiven
Aussehen abhängen. Dementsprechend hoch ist die
Bereitschaft, in die optische Erscheinung zu investieren.
f) Entspannung
Entspannung soll als eine der Bewältigungsformen
ermöglichen, Belastungen wie z.B. Stress angemessen
zu verarbeiten und damit längerfristige psychische
und körperliche Störungen zu vermeiden. Entspannungstechniken
sollen vegetative Funktionen wie Durchblutung, Herzschlag
und Atmung normalisieren. Die bekanntesten Entspannungstechniken
sind autogenes Training, aktive Muskelentspannung, Meditation
und Yoga.
© by Norman Dick 2006 - Email
an Norman Dick
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